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Kandis&KandisMann
2 x in München
Hohenzollernstr. 29
Residenzstr. 23
Öffnungszeiten:
Mo – Fr 10 – 19 Uhr
Sa 10 – 18 Uhr
Africa & House
www.africahouse.de
 
Die Presse über
Kandis & KandisMann
Vom Secondhand-Laden zum Africa & House
Winter 2012/2013
Bekannt wurde Ann Dörr mit ihrem eigenen Mode-Label Kandis, später kam dann noch frisch importiertes exotisches Interieur dazu im Africa & House. Heute führt die 70-Jährige noch immer ihre Firma mit 35 Mitarbeitern  

Eigentlich passt der vor Wochen ausgemachte Interviewtermin gerade gar nicht. Denn die Dachterrasse von Ann Dörrs Privatdomizil ist undicht, sodass Wasser in die darunter gelegene Wohnung eindringt. Resultat ist eine unschöne Baustelle, die ihren geliebten Rückzugsort für Wochen unbenutzbar macht und sie zu nervenaufreibenden Treffen sowie Telefonverhandlungen mit Handwerkern zwingt. Dass sie in dieser Angelegenheit momentan auf der Stelle tritt, ist eindeutig kein bisschen nach dem Geschmack der 70-Jährigen. Im Vergleich zu umständlich-komplizierten Zeitgenossen, die für jede Lösung ein Problem parat haben, ist sie genau das Gegenteil: Lage sondieren, Ärmel hochkrempeln, Herausforderungen in Angriff nehmen ...
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Der Artikel erschien in der Winterausgabe 2012/ 2013 des Magazins goliving.de IN MÜNCHEN. Das Stadtmagazin für die zweite Lebenshälfte

 
Modemacherin Ann Dörr
Reifer Stil und klassische Qualität
Juni - August 2012
Mitten in Schwabing, wo sich ein Modeladen an den anderen reiht, stoßen wir in der Hohenzollernstraße auf eine klassisch-schlichte Auslage. Strenge geometrische Muster kontrastieren mit schlichten Naturfarben, dazwischen thronen auf weißen Podesten markante afrikanische Holzfiguren. Plastiken, Masken, Stoffe, Hocker, Schalen und Schmuckgegenstände fügen sich zu einem harmonischen Interieure - einer spannenden Mischung aus Völkerkundemuseum und gemütlichem Wohnraum. Wir stehen vor dem "Afrika & House", in dem wir mit der Besitzerin Ann Dörr verabredet sind.
An einer Kleiderstange mit bunten Boubou-Kaftanen unterhalten sich Ann Dörr und ihr Partner Akin Victor. Die Geschäftsfrau trägt einen schwarzen schnörkellosen Pullover und einen ausgestellten Lederrock, beides aus ihrer "Kandis & Kandisman"-Kollektion, die sie in ihrem Laden gegenüber führt. Der kräftige rote Lippenstift, die markanten Silberohrringe und die passende Brosche unterstreichen ihren ganz eigenen Stil. Ohne dass sie ein Wort gesagt hätte, wird klar ...
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Der Artikel erschien in der Ausgabe Juni - August 2012 des Magazins BestAger. Lifestyle und Trends für die anspruchsvolle Generation
 
 
„Mitten im Leben“ - eine Initiative zum demografischen Wandel - zeigt Beispiele für ein aktives Alter und veröffentlicht 2009 zwei Artikel zu Ann Dörr:    
Mode mit Weitblick   Ich kann keinen Knopf annähen

Ann Dörr war über 40, als sie sich als Modedesignerin selbstständig machte. 1989 eröffnete sie ihren ersten Laden in München. Seitdem entwirft die heute 66-Jährige Mode für die Generation 50plus.

Mode: Wir denken an durchsichtig dünne, blutjunge Mannequins, an mafiöse Produktionsstrukturen in China und Kampanien, an extrovertierte Designer in Mailand, New York, Paris. Nicht so bei Ann Dörr. Die erfahrene Modeschöpferin entwirft Kleider für die Generation 50plus, produziert wird in Deutschland, ihre Modemetropole ist München.

Ich bin mir immer treu geblieben ...

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Ann Dörr hat mit 47 ihr Modelabel in München gegründet. Seitdem kreiert sie Kleider für Menschen über 40. Ein Gespräch mit der 66-jährigen Designerin über beigen Oma-Look, die Potenziale älterer Mitarbeiterinnen und die Bestätigung durch Arbeit.

Erfahrung ist Zukunft (EiZ): Frau Dörr, für Branchenfremde, wie wird man Modedesignerin? Von der einfachen Schneiderin zur Topdesignerin?

Ann Dörr: (lacht) Nein, ich kann keinen Knopf annähen. Ich war als junge Frau Verkaufsmodel bei einer Pariser Modefirma und habe so meine ersten Erfahrungen in der Branche gemacht. 1973 habe ich mit einem Kinder-Second-Hand-Laden in München angefangen. 1989 habe ich dann Kandis & Kandismann gegründet...

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Münchener Merkur
10.12.2008
DER MENSCH DES TAGES
Alter ist kein Makel
 

Wer beim Thema Mode an abgemagerte Models in megakurzen Glitzerkleidchen denkt, ist bei Ann Dörr an der falschen Stelle. Die Münchnerin entwirft und verkauft Mode für Ältere. Und sie setzt auch bei ihrem Team auf eine eher reifere Belegschaft.

„Ach, ich schaff das ja noch ganz gut“, sagt Ann Dörr nach einer herzlichen Begrüßung und amüsiert sich sichtlich über den leicht außer Atem geratenen Gast, der sich die sympathisch schiefen Holztreppen in den
vierten Stock des Schwabinger Altbaus geschleppt hat. Ann Dörr ist 66 Jahre alt und strahlt eine Lebensfreude aus, die ansteckt.
„Ich weiß, was ich will und ich bin mir immer
treu geblieben“, erzählt sie anschließend
bei Grünem Tee und ihre Augen funkeln dabei
energisch. Seit knapp 20 Jahren ist Ann Dörr erfolgreiche Unternehmerin, Chefin von rund 40 Mitarbeitern und nicht nur der kreative Kopf der Modemarke „Kandis & Kandis-
Mann“.
Modetrends verfallen, das machen was alle machen, „das kann nicht mein Anspruch sein“, sagt sie. Ann Dörr hat sich spezialisiert. Auf eine Zielgruppe, „die etwa bei Ende 30 anfängt und weit über 80 Jahre geht“...

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Die ausführliche Geschichte über die Modedesignerin Ann Dörr und viele andere sozial aktive Unternehmer, sind in dem Buch „Businessplan Menschlichkeit“ (Verlag Sankt Michaelsbund, 17,90 Euro, ISBN 978-3-93 9905- 23-3) zusammengefasst, das auf einer Serie der tz basiert.

 
 
Verleihung der Staatsmedaille für besondere Verdienste um die bayerische Wirtschaft in München am 07.07.08
In einem feierlichen Festakt überreicht die Wirtschaftsministerin Emilia Müller die Staatsmedaille für besondere Verdienste an
Ann Dörr. Die Ministerin würdigt besonders ihr sozialpolitisches Engagement in der Beschäftigung älterer Mitarbeiter, für die sie bereits 2006 als „Unternehmerin mit Weitblick“ in einem bundesweiten Wettbewerb ausgezeichnet wurde. Hervorgehoben wird in der Begründung auch, dass die Kollektionen der von Ann Dörr geführten Unternehmen „KANDIS & KANDISMANN“ und „AFRICA & HOUSE“ im Münchner Umland hergestellt werden. Und nicht zuletzt erhält sie die Staatsmedaille für ihren 1996 gegründeten Verein „AFRICA HOUSE FORUM für Kunst und Kultur aus Afrika e.V.“, mit dem sie gesellschaftliche Integration durch menschlichen und kulturellen Austausch erfolgreich gestaltet.
 
Foto: Ann Dörr (Unternehmerin) und Emilia Müller (Wirtschaftsministerin für Bayern)

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laVita Geschichten von Menschen, die bewegen

Sendung am 24. April 2008 um 19.00 Uhr (Wdh. am 25. April 11.55 Uhr): Leben im Alter - wie hätten Sie's denn gerne?

Ann Dörr war bereits Anfang 40 als sie anfing Mode zu entwerfen. Dass sie einmal Mode speziell für ältere Leute machen würde, daran hatte sie nicht gedacht. Ihre Beweggründe waren ganz pragmatisch: "Ich habe für mich persönlich nie was zum Anziehen gefunden. Entweder war mir die Mode zu jung, zu girlie, zu sexyhaft. Die Qualität hat mir nie gefallen. Oder es war mir zu bieder", sagt die 66-jährige Designerin im Rückblick. Nun entwirft sie bereits seit über 20 Jahren Mode für die Generation 50 plus. Aussehen, wie die eigene Großmutter, das muss dank Ann Dörr nun keine Dame mehr - selbst wenn sie sich bereits im "Oma-Alter" befindet.

 

 

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Beim Blick in die gegenwärtige Wirtschafts- und Arbeitswelt wird offenkundig: Die sogenannten Grundrechte und -pflichten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern werden täglich verletzt oder einfach außer Kraft gesetzt. Der soziale Frieden ist am Kippen, die soziale Gerechtigkeit wird klein gemacht und der Sozialstaat ist zum Schimpfwort geworden.
Die tz hat sich auf die Suche gemacht und in Bayern nach Arbeitgebern gesucht, bei denen es auch anders geht: sozial, solidarisch, human. Und siehe da: Sie sind unter uns,
 

die Unternehmer und die Arbeitnehmer, die human in Achtung und Würde miteinander wirtschaften und am Markt unglaublich erfolgreich sind. Es gibt ihn also, den Businessplan Menschlichkeit, in Bayern, in den unterschiedlichsten Branchen. Die tz stellt in loser Folge einige Firmen und ihre Inhaber vor. Heute: der Modehersteller Kandis & Kandismann aus München.


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Süddeutsche Zeitung
16.11.2006
Münchner Modefirma wird zum "Unternehmen mit Weitblick"
Ein Preis für den Mut zum älteren Mitarbeiter

"Kandis & KandisMann"-Gründerin bei bundesweitem Wettbewerb von Arbeitsministerium ausgezeichnet

Von Doris Näger
   Sie ist ja selbst schon 64. Kein Wunder, mag man denken, dass sie so viele ältere Mitarbeiter hat. Aber bei Ann Dörr ist das kein Zufall. Die Designerin und Gründerin des Modehauses "Kandis & KandisMann" zählt eine ganze Reihe von Argumenten auf, warum die Hälfte ihrer Mitarbeiter über 50 ist: "Sie gehen mit den Kunden stilvoller um, sie haben einen Blick fürs Wesentliche. Sie kommen auch mal mit 'nem Schnupfen."
   Vor einiger Zeit hat sie sogar zwei ältere Langzeitarbeitslose eingestellt - jetzt erhält sie die Auszeichnung "Unternehmen mit Weitblick". Dahinter verbirgt sich ein bundesweiter Wettbewerb. Die in den verschiedenen Regionen ausgezeichneten Firmen wird Arbeitsminister Müntefering am 5. Dezember in Fulda der Öffentlichkeit vorstellen und auszeichnen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sucht als Teil der Initiative "Perspektive 50plus" Firmen, die bewusst Ältere einstellen und deren Potential unterstützen.

   Seite 1989 besteht "Kandis & KandisMann". Mittlerweile betreibt Dörr drei Läden und eine eigene Produktion. Ihre Mode ist für Menschen ab 40 Jahren gedacht. "Ich denke, dass ich einen Stil kreiert habe", sagt Dörr. Sie selbst und ihre 40 Mitarbeiter identifizieren sich stark damit, sagt sie. Die älten Verkäuferinnen "sprechen die gleiche

 
Artikel Süddeutsche Zeitung, 16.11.2006
Sprache wie die Kunden". Doch das sind offenbar nicht die einzigen Vorteile ihrer überdurchschnittlich reifen Belegschaft: "Ältere Mitarbeiter sind seltener krank, haben eine höhere Arbeitsmotivation, bringen mehr Eigeninitiative." Außerdem könne man mit ihnen auch manches mittelstandsfeindliche Arbeitsgesetz umgehen: "Ältere Frauen werden nicht mehr schwanger, und der Kündigungsschutz ist für sie nicht so restriktiv." Das sei wichtig, nicht, weil sie Leute entlassen wolle, sondern weil es immer passieren könne, dass es mal ein Problem mit einem Mitarbeiter gibt. "Das kann einem Mittelständler das Rückgrat brechen."
   Dörr stellt sogar Leute jenseits der 60 ein. Ihre beste Verkäuferin ist 72. "Das merken sie ihr aber nicht an, die verkauft den Leuten die verrücktesten Sachen", schwärmt Dörr. In Sachen Jugendwahn muss ihrer Meinung nach ein Umdenken stattfinden. Auch Ann Dörr selbst will noch eine Weile weiterarbeiten: "Ich denke nicht daran aufzuhören. Das würde mir nicht guttun."

Ein weiterer Teil der "Perspektive 50plus" ...

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